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Die Sedona Methode

von Franziska Luschas

Momentan sind Osterferien und vielleicht hat der eine oder die andere Urlaub genommen, um endlich Zeit mit der Familie verbringen zu können.

Jedoch nicht immer bedeutet Urlaub auch gleichzeitige Entspannung, denn unser Gedankenkarussell dreht sich häufig fleißig weiter, ob wir das nun wollen oder nicht.

Gerade in ihrer freien Zeit nehmen viele Stressgeplagte typische Beschwerden an sich wahr, sei es nun Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Infektionen oder Grübeln, Ängste und depressive Verstimmungen.

Vielleicht ist Ihnen das auch schon passiert; sie freuen sich über den lang ersehnten, wohlverdienten Urlaub und "wie bestellt" erwachen Sie am ersten freien Tag mit einem Kratzen im Hals auf. Oder aber Sie liegen endlich am weißen Strand unter Palmen und können sich gar nicht richtig darüber freuen …

Natürlich brauchen wir nicht erst Urlaub, um uns schlecht zu fühlen … :)

Die meisten Menschen sind wahrscheinlich besser darin, sich schlecht als gut zu fühlen. Wir häufen zwar im Laufe unseres Lebens sehr viel (zum Teil sinnloses) Wissen an, aber wir lernen in der Regel nicht, wie wir unserer Leben zufriedener und ausgeglichener führen können.

Deshalb möchte ich Ihnen heute eine einfache, aber überaus wirksame Fragetechnik an die Hand geben, mit der schon viele meiner Kundinnen Belastendes schnell und effektiv loslassen konnten, die Sedona-Methode!

Wann immer Sie sich unwohl fühlen, sich sorgen, innerlich unruhig oder verspannt sind, können Sie die Sedona-Methode anwenden.

1. Was ist die Sedona-Methode?

Die Sedona-Methode ist eine Fragetechnik und eignet sich hervorragend für die Lösung festgefahrener Emotionen oder Zustände. Sie ist einfach, dabei gleichzeitig sehr effektiv und klärend. Es gibt keine "richtigen" oder "falschen" Antworten. Allein die aufrichtige Beschäftigung mit den Fragen fördert innere Prozesse, die Ihnen dabei helfen, Ihr Problem positiv zu verändern oder gar loszulassen.

Ähnlich wie beim 10xEFT (10fach verstärktes Emotionales Freiheits Training) geht es bei der Sedona-Methode um das Loslassen unerwünschter und schmerzhafter oder blockierender Gedanken und Gefühle.

2. Wer hat`s erfunden?

Der „Erfinder“ der Sedona-Methode war der Amerikaner Lester Levenson. Er war Physiker und als Unternehmer sehr erfolgreich. Mit 42 Jahren wurde er von seinem Arzt als unheilbar krank diagnostiziert. Sein Arzt schickte ihn zum Sterben nach Hause - er konnte ihm nicht helfen. Mit diesem "Schicksal" wollte sich Levenson nicht abfinden und so begann er ernsthaft damit, sein bisheriges Leben zu hinterfragen.

Er kam bald zu dem Ergebnis, dass es insbesondere der Umgang mit seinen Gefühlen war, was ihn krank gemacht hatte und so entwickelte er eine für ihn nachvollziehbare Methode, besser mit seinen Gefühlen umgehen zu können, die Sedona Methode. In den 40 Jahren, die Lester Levenson noch lebte, half er unzähligen Menschen mit seiner Methode.

Anmerkung:

Forscher der Harvard Universität und der State University von New York bezeichnen die Methode "wegen ihrer Einfachheit, Effizienz, dem Fehlen fragwürdiger Konzepte und der Schnelligkeit sichtbarer Ergebnisse" als herausragende Technik.

In den östlichen Kulturen, insbesondere im Buddhismus, beschäftigt man sich seit langer Zeit mit solchen Selbstbefragungstechniken, so zum Beispiel im Vipassana, einer achtsamkeitsbasierten Meditation, die auch in der modernen Psychotherapie zunehmend an Bedeutung gewinnt, vor allem bei der Behandlung von Borderline-Persönlichkeitsstörungen oder Suchterkrankungen.

Ziel dieser Praxis ist es, sich von alten, selbstschädigenden Gefühls-, Gedanken-, Verhaltensmuster und Körperempfindungen zu lösen und neue, gesündere zu entwickeln. Wir können dann erkennen, dass wir nicht unsere Gedanken und Gefühle sind, sondern dass wir diese entwickelt haben und sie deshalb auch verändern oder loslassen können.

3. Wie funktioniert die Methode?

Die Sedona-Methode in 5 einfachen Schritten

(1) Wählen Sie eine festgefahrene Emotion, eine negative Erinnerung, einen hartnäckigen Gedanken oder ein unangenehmes Körpergefühl aus, welches Sie verändern möchten.
Geben Sie dem, was Sie loslassen wollen, zum Beispiel den Groll auf jemanden oder Angst vor einer bestimmten Situation, einen Namen.

(2) Fragen Sie sich: "Könnte ich dieses Gefühl akzeptieren wie es ist — nur für einen Augenblick?“

Antworten Sie mit „Ja“ oder „Nein“. Beide Antworten sind zulässig. Weder das „Ja“, noch das „Nein“ sind richtige Antworten. Antworten Sie einfach so, wie es Ihnen in den Sinn kommt. Es geht an dieser Stelle auch nicht darum, das Gefühl zu akzeptieren. Es geht ausschließlich darum, ob Sie es für einen Augenblick akzeptieren könnten.

(3) Fragen sich sich: „Könnte ich dieses Gefühl loslassen – nur für jetzt?“ (s.o.)

(4) Fragen sich sich: „Würde ich das Gefühl loslassen, wenn ich es könnte?“ (s.o.)

(5) Fragen sich sich: „Wann würde ich dieses Gefühl loslassen können?“ (s.o.)

Auch bei dieser Frage sind alle Antworten erlaubt, entweder: "jetzt", "am Montag", "irgendwann". Achten Sie darauf, was in Ihnen gerade "hochkommt".

Ich möchte noch einmal betonen, dass es bei dieser Technik keine "richtige" Antwort gibt. Auch wenn Ihre Antwort "Nein" ist, verändert sich etwas in Ihnen. Bleiben Sie ehrlich sich selbst gegenüber! Und wiederholen Sie diesen 5-Schritte-Prozess so lange, bis Sie merken, dass sich etwas verändert hat.

Zu guter Letzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Sedona Methode Sie nicht sofort zu einem glücklichen und selbstbestimmten Leben führen wird. Sie hilft vielmehr bei längerer und kontinuierlicher Anwendung. Wahrscheinlich waren Ihre Kopfschmerzen nach einmaliger Einnahme einer Schmerztablette auch nicht für immer weg?

Weiterführende Informationen über die Sedona-Methode

  • Dwoskin, H. Die Sedona-Methode: Wie Sie sich von emotionalem Ballast befreien und Ihre Wünsche verwirklichen. Vak-Verlag.
  • Leseprobe (s.o.)

 

Ich wünsche Ihnen viel Freude, Ausdauer und Erfolg beim Ausprobieren der Sedona-Methode!

Werde der Boss im Kopf

Franziska Luschas

Diplom-Psychologin
10xEFT Expertin für Angstabbau

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