. .

  

Weihnachtsstress beim Weihnachtsfest

von Franziska Luschas



Bartekbas, Christmas trees, via Wikimedia Commons

Weihnachtsblues

"Alle Jahre wieder kommt das Christuskind …" oder aber der sogenannte Weihnachtsblues. Auch dieses Jahr kann man wieder das gleiche Treiben wie in vergangener Vorweihnachtszeit beobachten: Die Konten überzogen, hektisch auf der Suche nach den "richtigen" Geschenken, in lauten überfüllten Einkaufszentren, geschoben durch stickige Menschenmassen, jagt der moderne Konsument vergeblich der Illusion des "perfekten Weihnachtsfests" hinterher.

Nach reichlichen Diskussionen, wo das gesegnete Fest stattfinden, was gegessen werden oder wer eingeladen werden soll, sitzen viele Mitmenschen erschöpft und gereizt mit viel zu hohen Erwartungen an die liebe Familie unterm Tannenbaum.

Anscheinend war der alljährliche Weihnachtswahn zumindest dem amerikanischen Zyniker Ambros Bierce schon vor knapp 100 Jahren vertraut, denn er beschrieb 1911 Weihnachten in "The Devil's Dictionary" als:

"Besondere(n) Tag, reserviert für Völlerei, Trunksucht, schwachsinnige Gefühlsduselei, Annahme von Geschenken, öffentlichen Stumpfsinn und häusliches Protzen."

Die eigentliche Krise kommt jedoch häufig erst nach dem Fest, so der Würzburger Suizidforscher Prof. Armin Schmidtke, der auch vom "broken promise-Effekt" nach den Weihnachtstagen spricht:

"Wenn hochgeschraubte Erwartungen bitter enttäuscht werden, kann dies eine Krise auslösen oder verstärken. Eine Studie in elf europäischen Ländern ergab, dass die Zahl der Selbstmordversuche nach den Weihnachtstagen um 40 Prozent anstieg."

Auch wenn in uns bereits über Jahrzehnte hinweg automatisierte "Weihnachtsprogramme" ablaufen, heißt das nicht, dass wir Ihnen hilflos ausgeliefert sind. Wenn Sie es nicht schon bereits tun, fassen Sie sich ein Herz und probieren Sie doch einfach mal etwas Neues aus, zum Beispiel:

  • anstatt Fernsehen DVDs mit Weihnachtsgeschichten oder Komödien ansehen
  • Witze Wettbewerb: Der Witz, über dem am längsten gelacht wurde, gewinnt
  • die gemeinsamen Mahlzeiten bewusst ohne Ablenkungen (Fernseher, Computer, Zeitschriften) genießen
  • einen ganzen Tag keine Tiere essen (schont Tiere, Gesundheit und Mutter Erde)
  • Familienspiele und Lesen anstatt Fernsehen oder Computerspiele
  • dem anderen sagen, was man an ihm mag und für die schönen Dinge danken (Lob-Lob-Akademie)
  • gemeinsam spazieren gehen
  • gemeinsam Weihnachtslieder singen (auch Karaoke)
  • anstatt (anonyme) Spenden an Tier- und Klimaschutzorganisationen, persönlich bei einem Verein vorbeischauen und helfen, z.B. bei der Fürther Tafel, im Fürther Katzenstübchen oder mit einem schwer vermittelbaren Hund aus dem Tierheim Gassi gehen, im Seniorenheim vorlesen, Kindern mit Migrationshintergrund bei den Hausaufgaben helfen und so weiter.



Beverly & Pack: Aurora Borealis, the colored lights seen in the skies around the North Pole, the Northern Lights, from Bear Lake, Alaska, Beautiful Christmas Scene, Winter Star Filled Skies, Scenic Nature

Und vielleicht erinnert sich ja der eine oder die andere daran, welche ursprüngliche Botschaft mit Weihnachten verbunden war. Richtig, Weihnachten wird auch (Heiliges) Christfest genannt, das Fest der Geburt Jesu Christi …

Besondere (Hör)- Bücher zu Weihnachten

  • Esther Hicks: "Sara und die Eule"
  • William P. Young: "Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott"

Beide Hörbücher habe ich in diesem Jahr bereits gehört und ich freue mich darauf, sie über die Weihnachtsfeiertage endlich lesen zu können. Ich bin mir sicher, dass beide Bücher das Potenzial besitzen, das Beste in uns hervorzubringen!

Werde der Boss im Kopf

Franziska Luschas

Diplom-Psychologin
10xEFT Expertin für Angstabbau

Die Kommentarfunktion für diesen Blogeintrag ist geschlossen.
Psychotherapie Blog Franziska Luschas Fürth Nürnberg Erlangen
 

Psychotherapie Fürth | Psychologin Franziska Luschas | Integrative Kognitive Verhaltenstherapie | (0911) 217 8481 | Amalienstr. 65 | 90763 Fürth