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Wie Sie am schnellsten die Angst vor Neuem verlieren

von Franziska Luschas

Fast täglich habe ich als Diplom Psychologin mit Menschen zu tun, die vor lauter Angst (und manchmal auch aus Bequemlichkeit und Gewohnheit) immer das Gleiche machen.

Lieber die "bekannte Hölle" als ein "unbekannter Himmel"

Der verhasste Job wird seit vielen Jahren lustlos in Kauf genommen. Man trifft sich nur mit Menschen, die keine negativen Gefühle (Ärger, Wut, Angst, Neid) in einem auslösen. Man entschuldigt und rechtfertigt sich gegenüber anderen und passt sich anderen wie ein Camäleon an, um ja nicht unangenehm aufzufallen.

Die Furcht, die gewohnte "Komfortzone" zu verlassen, lässt Menschen manchmal ihr ganzes Leben lang in einem selbstgemachten Gefängnis aus Angst verbringen.

Natürlich ist das zunächst keine bewusste Entscheidung, sondern läuft größtenteils automatisch ab.

Von nichts kommt auch nichts

Die überaus erfolgreiche Kognitive Verhaltenstherapie arbeitet generell damit, die moderne Neurobiologie erklärt es wissenschaftlich und alte Weisheitslehren wissen es bereits seit einigen Tausend Jahren, dass ohne regelmäßige Herausforderungen keine echte Selbstentwicklung möglich ist.

Aktuelle neurowissenchaftliche Studien (siehe auch Prof. Gerald Hüther) zeigen, dass wir zum Lernen (im Sinne von uns weiterentwickeln) vor allem den Neurotransmitter Dopamin brauchen.

Dazu müssen wir aber ab und zu unsere "sichere Welt" verlassen, weil ein höherer Dopaminwert von neuen Erfahrungen abhängt.

Damit jedoch überhaupt neue Synapsen und Netzwerke in unserem Gehirn ausgebildet werden können, muss diese Erfahrung vor allem ungewohnt, anstrengend, aber bewältigbar, sein.

In der - bei Angsstörungen und Panik wirksamsten - Psychotherapie, der sogenannten Konfrontationstherapie, wird der Patient zum Beispiel so lange der angstauslösenden Situation ausgesetzt, bis diese keine Macht mehr über ihn hat.

Oder Menschen mit einer Sozialphobie haben beispielsweise extreme Angst davor, von anderen Menschen negativ bewertet zu werden und vermeiden daher so gut es geht den Kontakt mit anderen (v.a. fremden) Menschen.

Indem sich diese Personen jedoch, trotz aller Angst, in "Verhaltensexperimenten" der schwierigen Situation stellen, können sie eine ganz neue Erfahrung machen, nämlich dass nichts Schlimmes passiert (außer in Ihrem Kopf).

Mehr innere Gelassenheit und Lebensfreude, indem Sie etwas anderes tun

Was aber können Sie jetzt ganz konkret gegen Ihre Angst vor dem Unbekannten tun?

Die folgenden Tipps haben sich bereits für viele Hunderte von Menschen bewährt, die damit begonnen haben, ihr Hamsterrad zu verlassen:

  • Entspannen Sie sich täglich für einige Minuten mit einer wirksamen Entspannungsmethode (z.B. mit 10xEFT), denn wenn Sie innerlich gelassen sind, fällt es leichter, unsere Komfortzone zu verlassen :)
  • Fangen Sie damit an, täglich eine Sache anderes als sonst zu machen, nehmen Sie beispielsweise einen anderen Weg, lassen Sie den Nachbarn zuerst grüßen ;) , lächeln Sie einer unbekannten Person freundlich zu, probieren Sie andere Kochrezepte, Sportarten aus, usw.
  • Und das Erfolgsgeheimnis für mehr Gelassenheit und Lebensfreude besteht darin, gerade dann etwas anderes zu tun, wenn Sie so gar keine Lust darauf haben, wenn Ihnen viele "gute" Gründe einfallen, warum Sie es ausgerechnet heute nicht tun können oder wenn Sie sich "gerade nicht danach fühlen", etwas anderes zu machen!

Ein Fallbeispiel - Wie eine Arzthelferin Schritt für Schritt ihre Angst überwindet

Die 27-jährige Sonia vermeidet viele Situationen, in denen sie negativ auffallen könnte. Allerdings weiß sie auch, dass ihre Angst vor der negativen Bewertung durch andere dadurch nicht besser wird.

Mutig entschließt sie sich dazu, mit der entsprechenden Unterstützung, etwas anderes auszuprobieren. Beim Nachfolgendem handelt es sich um einen kleinen Auszug aus dem 10xEFT Therapie Prozess.

Zunächst ruft sie anfangs noch sehr beschämt ein "Hallo" auf einem freien Feld, wo sie niemand hören kann. Das macht sie so lange, bis es ihr nichts mehr ausmacht.

Der nächste Schritt war ein hörbares "Hallo" in einer menschenleeren Unterführung. Nach einigen Monaten der gemeinsamen Arbeit, trällerte Sonia vor sich hin, auch oder gerade dann wenn Menschen in der Unterführung waren.

Sie erzählte mir überrascht von den Reaktionen der anderen: Die meisten Menschen hatten kurz aufgeschaut und waren dann wieder mit sich beschäftigt. Einige hatten "Hallo" zurückgerufen und ein kleiner Teil hatte beschämt weggeschaut :) .
Für sie sei es sehr wichtig gewesen, zu sehen, dass nichts Schlimmes passiert, außer in ihrer Vorstellung :) .

Mittlerweile bezieht die junge Frau auch nicht mehr jeden "bösen" Blick auf sich und ist selbst im Kontakt mit "schwierigeren" Patienten viel entspannter als früher.

Sonia ist selber aufgefallen, dass sie besser mit sich umgeht. Das merken auch die Kollegen, die sie mehr respektieren und auch mal um Rat fragen.

Wie Sie am besten lernen, Ihre Komfortzone zu verlassen

Wenn Sie wissen wollen,

  • wie Sie eingefahrene blockierende Muster dauerhaft unterbrechen
  • wie Sie sich am schnellsten und effizientesten weiterentwickeln
  • wie Sie innere Gelassenheit und Lebensfreude aufbauen können,

dann klicken Sie unten auf das 13-minütige Video von Uwe Luschas, dem 10xEFT Entwickler, “live” aus dem Fürther Stadtwald.

(Video startet nicht? Bitte hier probieren)

Werden Sie der Boss im Kopf

Franziska Luschas
Diplom-Psychologin
10xEFT Therapeutin

P.S.
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